Medien - Die Orakel von heute - Daniela Scaramelli

Medien ‚Äď Die Orakel von heute ‚Äď Daniela Scaramelli

Versucht man sich in der heutigen Zeit ein Bild √ľber Medien zu machen, verliert man sich schnell in vielen unterschiedlichen Begrifflichkeiten oder Erkl√§rversuchen. Es ist die Rede von einer Verbindung zu √ľbernat√ľrlichen Wesen oder sogar zu Toten, von Okkultismus, Glaubenssystemen oder Voodoo, Esoterik und New Age. Aber wo ordnen sich die Medien wirklich ein: in der Religion, im Schamanismus oder handelt es sich hier schlicht und einfach um Scharlatanerie?

Bereits im antiken Griechenland gab es eine bedeutende Weissagungsst√§tte ‚Äď Das Orakel von Delphi. Es galt als Mittelpunkt der Erde und war eine der wichtigsten Orakelst√§tten der hellenischen Welt, wo √ľber Jahrhunderte hinweg hellseherische Voraussagen getroffen wurden. In vorchristlicher Zeit, insbesondere in der Antike, galten Orakel als die dominante Form der Vorausschau. Herrscher und K√∂nige wandten sich an Orakel, um Rat f√ľr Strategien und Entscheidungen einzuholen. Das Orakel von Delphi bestand bis in die Sp√§tantike (ca. 400 n. Chr.) und ist weltweit bekannt.

Als eine Praxis von Vorhersagen hatten Orakel schon damals einen sehr hohen Stellenwert und gro√üe gesellschaftliche Akzeptanz. Zu unterschiedlichen Zwecken gab es in vielen Kulturen Orakel und Propheten, die Botschaften und Weissagungen ins Hier und Jetzt brachten. Orakel waren oft n√∂tig, um Leben oder Tod eines Stammes zu sichern. Aber sie waren nicht nur zum √úberleben immens wichtig, sondern auch f√ľr viele andere Dinge ‚Äď beliebte Anliegen waren Heilung und Herstellung von Medizin, die Bew√§ltigung von Alltagsthemen oder die L√∂sung von Problemen zur Wiederherstellung von Harmonie bei Konflikten. Herrscher benutzten Orakel und Propheten als vertraute Ratgeber und verl√§ssliche Quelle, um ein tiefes Verst√§ndnis f√ľr Zusammenh√§nge und Wirkungsweisen zu erhalten. Dies war immens wichtig f√ľr die Ausrichtung und Entwicklung der Kulturen. Orakel geh√∂ren zu einer der √§ltesten spirituellen Traditionen der Menschheit. Die heutige Form des Orakels ist das Medium. So ist es im tibetischen Buddhismus seit Jahrhunderten bis heute g√§ngige Praxis, dass sowohl die Regierung, also auch die Dalai Lamas von einem M√∂nchsmedium beraten werden. In Brasilien sind die F√§higkeiten von Medien sogar vom Staat anerkannt, werden von ihm genutzt und ihre Botschaften sind vor Gericht als Beweismittel zugelassen. Spiritistische Sitzungen (S√©ancen) sind in Gro√übritannien an der Tagesordnung und in der Gesellschaft sehr beliebt. Medien haben dort eine eigene Gewerkschaft und arbeiten mit Schulmedizinern offiziell zusammen. In der Schweiz erfreuen sich Medien heutzutage ebenso gro√üer Beliebtheit und auch hier gibt es eine Kooperation mit der Psychiatrie. Vereinzelt f√ľllen Medien ganze Hallen, was darauf schlie√üen l√§sst, dass Neugier und Interesse immer noch vorhanden sind.

Im Allgemeinen haben aber Ansehen und Stellung der Medien in unserer heutigen Gesellschaft seither leider viel eingeb√ľ√üt. In Deutschland, und offenbar nicht nur hier, werden Medien eher als Mysterium angesehen, denn als Hilfestellung f√ľr Heilung und pers√∂nliche Themen. √úbrig geblieben sind Aura lesen und Engel- oder Jenseitskontakte, die nicht unbedingt immer ernst genommen werden. Das Orakel von Delphi ist Geschichte, aber die medialen F√§higkeiten unserer Vorfahren leben weiter in uns fort und k√∂nnen uns als Quelle f√ľr Erkenntnis, Wissen, Entwicklung oder Heilung dienen.

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Betrachten wir uns doch die Medien von heute einmal genauer, um der Sache auf den Grund zu gehen. Medien werden auch als Channel und ihre Arbeit als Channeln bezeichnet. Channel ist das englische Wort f√ľr Kanal. Medien dienen also als Kanal zwischen der physischen Realit√§t und allen anderen Realit√§ten, die existieren. Ein Medium stellt diesen Kanal zur Verf√ľgung, um eine Kommunikation auf der Bewusstseinsebene zu erm√∂glichen. Das Medium geht also nicht in die \‚ÄĚgeistige Welt\‚ÄĚ und es kommen auch keine Geister durch das Medium. Es handelt sich vielmehr um eine Verbindung bewusster Energie mit unterschiedlichem Ausdruck, die durch einen Kanal in diese Realit√§t gelangt.

Der Ausdruck dieses Bewusstseins ist sehr individuell und kann sich auf vielerlei Weise zeigen ‚Äď durch Sprechen, Singen, T√∂nen, Tanzen, Hand auflegen oder auch nonverbal und rein energetisch. Es kommt ganz darauf an, mit welcher Energie sich dieses Bewusstsein ausdr√ľckt. Eine Eiche unterscheidet sich sehr stark vom energetischen Ausdruck einer Maus oder der Mond √§u√üert sich anders als die Wale. Informationen k√∂nnen aus jeder energetischen Struktur kommen. Ob das nun Engel sind, Tiere, Ahnen, B√§ume und Pflanzen, Planeten und Sterne, feinste Strukturen wie Nebelwesen, Elfen und Naturgeister oder die Elemente, Drachen und Vorfahren. Das Universum, in dem wir leben, und die Realit√§ten, die dar√ľber hinaus gehen, sind vielf√§ltig und kraftvoll.

Die Totalität des Bewusstseins, in der Wissenschaft auch Quantenfeld genannt, besteht aus der Gesamtheit von allem, was ist, war und jemals sein wird. Aus diesem unendlichen, bewussten Raum können Energien durch den Kanal des Mediums in unsere materielle Realität gelangen. Die Wirkung auf das Medium ist sehr vielschichtig, sodass das Spektrum von keiner Veränderung bis hin zu sicht- und hörbarer Verwandlung reicht. Aussehen, Statur, Gesichtsausdruck, Geschlecht und Stimme, ja sogar die Augenfarbe des Mediums können sich völlig verändern. Auch mag das Gesagte verständlich und harmonisch klingen oder wild und zerrissen sein. Eine völlig normale Kommunikation, bei der absolut keine Veränderung am Medium sichtbar ist, ist also ebenso möglich, wie die Verwandlung in ein wildes Tier. Es gibt unzählige Formen des Ausdrucks vom Trancezustand bis zum Bärentanz.

Dies mag vielleicht mysteri√∂se Geschichten erkl√§ren, die immer wieder erz√§hlt werden, wo Menschen sich pl√∂tzlich und unerwartet verwandeln. Die Verwandlung eines Menschen in eine v√∂llig andere Pers√∂nlichkeit kann von einem ver√§nderten Bewusstseinszustand herr√ľhren. Menschen, die mediale F√§higkeiten besitzen, ob nun bewusst oder unbewusst, √∂ffnen m√∂glicherweise durch einen Ausl√∂ser ihren Kanal und channeln pl√∂tzlich und unerwartet andere Wesen oder Energien. Dies ist f√ľr die Au√üenwelt meist erschreckend, be√§ngstigend, verwirrend und vor allem unerkl√§rbar. Man stelle sich ein Ehepaar vor, wo der Ehemann nach dem Einlegen einer neuen CD unvermittelt in einer anderen Sprache spricht und sich Minuten sp√§ter an nichts mehr erinnern kann. Dabei hatte die Schwingung oder Frequenz der Musik seinen Kanal ge√∂ffnet und diese Reaktion m√∂glich gemacht.

Ein derartiger Ausdruck ist ja noch relativ harmlos, wenn auch ungew√∂hnlich f√ľr das Umfeld. Weitaus be√§ngstigender wirkt derselbe Ehemann allerdings, w√ľrde er sich in einen B√§ren verwandeln. Denn nach heutigem Verst√§ndnis w√ľrde derartiges Verhalten eher als Psychose oder Besetzung eingestuft. Es kann sich aber auch einfach nur um bisher unbekannte F√§higkeiten eines ungeschulten Mediums handeln. Das Erinnerungsverm√∂gen im Anschluss an das Channeln variiert n√§mlich sehr stark, von absolut keinem bis hin zu vollem Erinnerungsverm√∂gen. Auch der physisch energetische Zustand reicht vom k√∂rperlichen Zusammenbruch bis hin zu Ruhe und l√§ngeren Erholungsphasen, denn nicht alle Energien sind mit dem materiellen Sein gleichwertig kompatibel. Andere Medien wiederum k√∂nnen hinterher B√§ume ausrei√üen und sind tagelang energetisch aufgeladen.

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Wenden wir uns nun noch einmal dem Ehemann und seiner Verwandlung zu. Was ist der Hintergrund und was sind Sinn und Zweck des Channelns in der heutigen Zeit? Channeln ist ein Weg im gro√üen Spektrum der M√∂glichkeiten, um Informationen f√ľr sich selbst und andere zu erhalten, die heilsam, erkenntnisreich und wirkungsvoll sein k√∂nnen und zur eigenen Entwicklung, zu Wohlbefinden und Harmonie beitragen. Die Verbindung zum Bewusstseinsfeld oder Quantenfeld aller M√∂glichkeiten birgt ein unglaubliches Potential an Vielfalt und F√ľlle in sich. Es ist ein Austausch des Gebens und Nehmens, indem Anliegen aus allen Bereichen des Lebens bearbeitet werden k√∂nnen, sei es f√ľr das Hier und Jetzt, die Vergangenheit oder die Zukunft. Dann kann auch der Ehemann, der sich in einen B√§ren verwandelt als das gesehen werden, was er wirklich ist: eine bewusste Energie, die auftritt, um zu helfen. F√ľr manche Befindlichkeiten braucht es manchmal eine sehr starke Energie. Andererseits kann der B√§r auch aus der individuellen Tradition des Ehemanns herr√ľhren und deshalb durchkommen. Es ist durchaus verst√§ndlich, dass ein unge√ľbtes und nicht ausgebildetes Medium mit seinen eigenen F√§higkeiten nicht umzugehen wei√ü und selbst Angst davor bekommt. Ein K√ľnstler erarbeitet sich √ľber viele Jahre hinweg seine Kunst, erlernt Techniken, verfeinert sie, √ľbt, praktiziert und entwickelt sich, bis er zur vollen Reife gelangt. Wie hilfreich und inspirierend w√§re es also, wenn der B√§r zum rechten Zeitpunkt auftritt und seine Medizin mit uns teilt?

Das Orakel von Delphi bestand aus Priestern und Priesterinnen, die sicherlich eine umfangreiche Ausbildung genossen. Die tibetischen M√∂nchsmedien werden gewiss nicht nach einem Zufallsprinzip ausgew√§hlt, sondern haben sich einer grundlegenden Schulung ihrer F√§higkeiten unterzogen, um diese dann zum Gemeinwohl einzusetzen. Daher ist auch heutzutage eine gr√ľndliche Ausbildung als Medium n√∂tig. Durch Information, Praxis, Austausch, Struktur und das Gewinnen an Sicherheit ist eine pers√∂nliche mediale Entwicklung m√∂glich, um das eigene volle Potential zu erreichen. Zum anderen ist die Arbeit der Medien f√ľr unsere Gesellschaft unabdingbar, damit alte Muster, die in den Familien √ľber Generationen weiter gegeben wurden, sich aufl√∂sen und transformieren k√∂nnen. Damit Menschen ihre eigenen F√§higkeiten kennen lernen, Zusammenh√§nge verstehen und vor allem, um das riesige Potential aus dem weiten Feld der M√∂glichkeiten zum Wohle aller zu nutzen. Und nat√ľrlich auch, um Dinge und Situationen vorherzusehen und entsprechend handeln zu k√∂nnen. Welche gro√üartigen Chancen entgehen uns wohl m√∂glich, weil wir die Qualit√§t der Medien nicht nutzen?

Eine entspanntere Sichtweise auf die Medien der heutigen Zeit entsteht vielleicht auch dann, wenn sie nicht mehr als Scharlatanerie, Humbug oder Firlefanz abgetan, sondern als Weg oder Alternative zu bestehenden, unterst√ľtzenden Anwendungen gesehen wird. Oder auch dann, wenn wir verstehen, dass es sich um eine F√§higkeit handelt, die wie in der Musik oder der Kunst einen individuellen Ausdruck inne hat. Ganz einfach betrachtet, ist ein Medium ein Mensch mit besonderen F√§higkeiten und individueller Ausdrucksweise. Als Medium ist es essenziell, die eigene Pers√∂nlichkeit v√∂llig in den Hintergrund zu stellen und sich dem, was kommt hinzugeben, um eine Interpretation, Beeinflussung oder Verf√§lschung zu verhindern. Die physischen Sinne, wie riechen,¬† schmecken, f√ľhlen, h√∂ren und sehen, dienen lediglich der Unterst√ľtzung und nicht der Beurteilung oder Beeinflussung oder gar der Interpretation. Mediale Anlagen und F√§higkeiten k√∂nnen in einer Ausbildung oder Schulung verfeinert und gefestigt werden, um Vertrauen zu gewinnen, √Ąngste abzubauen, Kontrolle zu erlangen und Freude und Inspiration an dieser gro√üartige Gabe zu entdecken.

Welch eine Bereicherung w√§re es also f√ľr unsere Gesellschaft, wenn die Medien wieder zu ihrer vollen Entfaltung kommen, um hochfrequente Energien mit uns zu teilen? So kann der einst angesehene Status sich neu etablieren und gerade in der jetzigen Zeit zu Harmonie und Optimismus beitragen.

 

Weitere Informationen √ľber Daniela Scaramelli findest Du hier.

Daniela Scaramelli *** 08092/232 1288 *** daniela@bluejay.eu *** www.channeling-akademie.com *** www.bluejay.eu

 

 

 

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