Unser Verh├Ąltnis zur Natur und der Erde - Stefan Andromis Herbert

Unser Verh├Ąltnis zur Natur und der Erde – Stefan Andromis Herbert

Unser Verh├Ąltnis zur Natur k├Ânnen wir daran erkennen, wie wir mit ihr umgehen. Indem wir sie als Menschheit verschmutzen, ausbeuten und zerst├Âren, zeigen wir wenig Achtsamkeit vor ihr. Auch die in den letzten Jahren immer mehr zunehmenden Naturkatastrophen, wie ├ťberschwemmungen und D├╝rren, zeigen uns einen falschen Umgang mit der Natur in Form der Abholzung von W├Ąldern und Zubetonieren von nat├╝rlichen Fl├Ąchen.

Den indigenen V├Âlkern, wie den Indianern und den Aborigines, ist die Natur heilig. Sie ehren sie, wie sie ihre V├Ąter und M├╝tter ehren. Da stellt sich mir die Frage: Was ist uns Menschen des westlichen Lebensstils eigentlich heilig? Was ist dir heilig? Geht es wirklich nur darum, immer mehr Geld zu verdienen, gr├Â├čere Autos zu besitzen oder uns ein H├Ąusle zu bauen? Oder gibt es auch etwas anderes Erstrebenswertes?

Wie sieht es mit dem tiefinneren Wunsch aus, in einer friedvollen und harmonischen Welt zu leben im Einklang mit unseren Mitmenschen? Ich glaube, dass dieser Wunsch in jedem Menschen steckt, doch nehmen die wenigsten ihn wahr. Oder sie glauben noch immer, dass man durch Kriege und andere Ungerechtigkeiten Frieden schaffen kann.

Wir sind abh├Ąngig von der Natur. Das hei├čt, wir brauchen die Natur, weil wir ohne sie nicht existieren k├Ânnen. Dabei verh├Ąlt sich die Menschheit innerhalb der Natur wie ein Krebsgeschw├╝r, welches sich immer weiter ausbreitet. Ein Geschw├╝r zerst├Ârt dazu benachbartes Gewebe, der Mensch zerst├Ârt seine nat├╝rliche Umwelt. Deshalb k├Ânnte man auch auf die Idee kommen, dass das Coronavirus sich ausgebreitet hat, um unsere nicht enden wollende Zerst├Ârung dieses Planeten zu stoppen.

F├╝r mich ist dies ein durchaus nachvollziehbarer Gedanke. Eigentlich wissen wir seit mindestens den 1970er Jahren, dass wir mit der Natur nicht ewig so umgehen k├Ânnen. Das ist nichts Neues. Doch hat sich in unserem Verhalten deshalb etwas ge├Ąndert? Im Kleinen vielleicht, da trennen wir unseren M├╝ll, verzichten vielleicht hier und da auf unser Auto und fahren lieber mit der Bahn. Vielleicht spenden wir auch regelm├Ą├čig an Naturschutzorganisationen oder haben begonnen, weniger oder gar kein Fleisch mehr zu essen.

In den Diskussionen um den Klimawandel wird uns im Moment aufgezeigt, dass dies nicht genug ist. Deshalb wird gefordert, immer mehr auf Flugreisen und auf Fahrten mit dem eigenen Pkw zu verzichten, nur noch nachhaltigere Produkte und solche mit wiederverwendbaren Verpackungen zu kaufen. Demn├Ąchst werden wohl mehr und mehr Gesetze in diese Richtung verabschiedet werden, doch reicht das aus?

Sicherlich geht dies schon in die richtige Richtung. F├╝r mich sind das allerdings rational entstandene Ma├čnahmen, m├Âglicherweise auch aufgrund eines unbewussten Schuldgef├╝hls. Das eigentliche Thema hat die Gesellschaft dagegen bisher nicht verinnerlicht: zu einer ganz neuen Sichtweise ├╝ber die Natur und den ganzen Planeten Erde zu finden. Wenn wir die Natur als etwas Heiliges betrachten, kommt dies aus unserem tiefsten Inneren. Dann leben wir dies auch und bewahren sie nicht nur, um uns damit an versch├Ąrfte Gesetze zu halten oder weil es gerade gesellschaftlich ÔÇ×inÔÇť ist.

Ich spreche davon, sich wirklich mit der Natur verbunden zu f├╝hlen, sie zu sp├╝ren, zu ehren und ihr und der Erde unsere ganze Dankbarkeit auszudr├╝cken, dass wir hier leben d├╝rfen, dass sie uns n├Ąhrt. Das bedeutet, dankbar zu sein f├╝r jeden Tag, den wir morgens aufstehen und f├╝r jedes Erlebnis, das wir in der Natur genie├čen d├╝rfen, dankbar zu sein f├╝r die gro├čartigen alten B├Ąume, die wir finden, die uns Schutz und Geborgenheit geben k├Ânnen, f├╝r die wunderbaren Gew├Ąsser, die majest├Ątischen Berge, einfach f├╝r ihre ganze Sch├Ânheit.

F├╝r mich ist die Natur genauso lebendig wie wir. Die Natur und die Erde haben f├╝r mich auch Bewusstsein. Sicherlich nicht in der Art wie wir Menschen, trotzdem auf einer Ebene, auf der wir uns auch mit ihm verbinden k├Ânnen. Ob dies nun einen Baum betrifft, einen Felsen oder die Tiere in der Natur, f├╝r die Indigenen ist es ganz allt├Ąglich, sich mit ihrer Natur zu verbinden und sie sogar um Rat zu fragen. Tiere zeigen ihnen dann den richtigen Weg und verm├Âgen ihnen Kraft und Zuversicht zu geben.

Der rational denkende Mensch sch├╝ttelt bei diesem Verhalten sicherlich mit dem Kopf, weil er es sich nicht vorstellen kann. Ich vermute allerdings, dass er es nur deshalb nicht vermag, weil er nicht gelernt hat, sein Herz f├╝r die Tiere und die kraftvolle Natur dieses Planeten zu ├Âffnen. Ich habe diese Erfahrung einer solchen Herzensverbindung mit er Erde immer wieder gemacht, und dann hat sie mir viel geben k├Ânnen.

F├╝r mich ist dies die spirituelle Sichtweise, in der alles aus dem einen Geist entstammt, und damit ist alles ├╝ber diese geistige Ebene miteinander verbunden. Dieser Geist durchdringt die ganze Natur und damit auch die Berge und die Felsen, alle Pflanzen, Tiere, Insekten und Viren. Es ist somit nicht m├Âglich, sich von der Natur abzutrennen. Wir sind und werden immer Teil der Natur sein. Dies gilt es, aus meiner Sicht, in dieser Zeit zu begreifen.

Seit der Antike haben sich die Menschen durch die Erforschung der Natur immer weiter von ihr entfernt. Diese Zeit ist f├╝r mich jetzt vorbei. Wir haben die Natur auf diese Weise empirisch und mit einem rationalen Verstand erforscht. Das ist bisher auch in Ordnung gewesen, da es uns wertvolle Erfahrungen gebracht hat. Doch nun beginnt eine neue Zeit, in der es f├╝r uns darum geht, uns mit der Natur geistig und aus dem Herzen heraus wieder zu vereinen, uns wieder als ein Teil von ihr zu f├╝hlen und zu lernen, sie wieder zu ehren und zu beh├╝ten. Wenn wir dies tun, wird uns sogar bewusst werden, dass auch die Erde und die Natur uns Menschen brauchen. Indem wir Teil dieser planetaren Sch├Âpfung sind, haben wir hier auch eine Aufgabe. Sie liegt f├╝r mich darin, diese Sch├Âpfung zu h├╝ten und zu bewahren. Wenn man sich den westlichen Menschen derzeit anschaut, scheint eine solche Rolle f├╝r ihn nat├╝rlich undenkbar zu sein. Doch sind wir, aus einer anderen Perspektive gesehen, gerade deshalb hierf├╝r geeignet, weil wir diese andere Erfahrung des Zerst├Ârens und Missachtens der Natur gerade erleben und deshalb wissen, wie sich dies anf├╝hlt.

Im Moment wird ├╝ber die Medien auch sehr viel Angst vor einer Klimaerw├Ąrmung gemacht, die in kommenden Jahren unumkehrbar sein soll, wenn wir nicht endlich gegensteuern. Sicherlich ist es f├╝r die Erde nicht gut, wenn wir weiterhin viel CO2 in die Luft abgeben. Doch bin ich der Meinung, dass wir auch die derzeitigen Klimaver├Ąnderungen aus einer zu wissenschaftlichen und damit rationalen Sicht betrachten und dass es noch andere, der Gesellschaft nicht bewusste Ursachen daf├╝r gibt.

Da f├╝r mich alles, was wir erleben, einen Sinn hat, sehe ich dies auch in den Wetterver├Ąnderungen, von denen ├╝berall gesprochen wird. Aus meiner Sicht sollen sie uns unser zerst├Ârerisches Verhalten gegen├╝ber Mutter Erde bewusst machen. Deshalb bin ich davon ├╝berzeugt, dass die Ph├Ąnomene, welche die Wissenschaftler als Klimawandel interpretieren, nur da sind, um uns zu einem achtsamen und liebevolleren Umgang mit der Erde und der Natur zu f├╝hren.

Wenn wir dies tun und unsere Einstellung zur Erde wandeln, sie mehr ehren und achten, wird sich das Klima auch wieder harmonisieren. Auch das Coronavirus hat uns die Natur nicht geschickt, um uns zu bestrafen, sondern um uns an unsere Verbundenheit mit ihr und allem was Ist zu erinnern. Auch wenn wir die Oberfl├Ąche dieses Planeten mit unserer Lebensweise ver├Ąndert haben und damit indirekt, aber auch direkt ├╝ber Methoden des Geoengineerings das Wetter beeinflussen, so bin ich trotzdem davon ├╝berzeugt, dass wir die Erde als bewusstes Wesen mit ihrer hochkomplexen Natur nicht wirklich zerst├Âren k├Ânnen. Jedenfalls nicht, wenn es nicht zum h├Âheren Plan f├╝r die Entwicklung der Menschheit dazugeh├Âren w├╝rde.

Das ist f├╝r mich nicht der Fall, denn dieser Plan sieht im Gegenteil ein Erwachen vor, sodass wir uns wieder als Teil einer gro├čartigen und umfassenden Sch├Âpfung erkennen, von der die Erde auch nur ein ganz kleiner Teil ist, ein winziger Planet an einem Seitenarm einer riesigen Galaxie gelegen, die wiederum eine von Milliarden anderen Galaxien in unserem Universum ist, welches m├Âglicherweise eines von unendlichen weiteren Universen sein d├╝rfte.

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Mehr Informationen zu diesem Thema findet Ihr in meinem Buch ÔÇťDie Menschwerdung ÔÇô ├╝ber Wissenschaft und Spiritualit├Ąt zum bewussten SeinÔÇŁ aus dem Verlag ÔÇťDas goldene TorÔÇŁ (ISBN: 978-3-948639-18-1).

Mehr Informationen ├╝ber den Autor Stefan Andromis Herbert findet Ihr hier.

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