Was ist das neue Bewusstsein? - Stefan Andromis Herbert

Was ist das neue Bewusstsein? – Stefan Andromis Herbert

Wir erleben eine Zeit großer gesellschaftlicher und politischer Spannungen, die aus meiner Sicht nur durch einen tiefgreifenden Wandel unseres Denkens und Handelns zu lösen sind. In diesem Beitrag zeige ich in 15 Punkten kurz erläutert auf, wie sich unser bisheriges Denken verändern sollte und was das neue Bewusstsein ist.

Diese Punkte sind das Ergebnis meines 30-jährigen spirituellen Wegs und damit meine persönliche Sicht hierauf. Ich will nicht behaupten, dass sie alle so richtig und vollständig sind, sondern betrachte sie als Anregungen, welche Dir möglicherweise helfen können, Deine Welt besser zu verstehen und durch sie zu einem wahrhaft zufriedeneren und glücklicheren Menschen zu werden.

1. Wahrheit
Es gibt in unserer Welt nicht DIE eine Wahrheit, sondern nur individuelle Wahrheiten. So lebt jeder Mensch in seiner Wahrheit, welche geprägt ist durch die Summe der individuellen Erfahrungen und Erkenntnisse im Leben. Deshalb gibt es so viele Wahrheiten wie es Menschen gibt. Daneben existiert eine höhere oder universale Wahrheit als die Summe aller irdischen Wahrheiten.

2. Richtig und Falsch
Hieraus ergibt sich, dass es im Irdischen keine richtigen oder falschen Meinungen, Glaubensvorstellungen oder Entscheidungen gibt. Jeder Mensch denkt, fühlt und handelt so, wie er es zu jeder Zeit seines Lebens bestmöglich vermag. Da wir in der Vergangenheit aus unseren eigenen Mustern und Glaubenssätzen heraus, nicht anders zu handeln vermochten, machen wir aus dieser Sicht betrachtet, im Grunde genommen keine Fehler im Leben und haben auch noch niemals versagt.

3. Einzigartigkeit des Lebens
Jedes Leben und damit auch jeder Mensch, ist ein einzigartiger und wertvoller Teil der Schöpfung. Deshalb ist jeder Mensch gleich wertvoll, egal aus welcher Kultur oder Volksgruppe er stammt, welcher Religion oder Rasse er angehört, welche Hautfarbe, sexuelle Ausrichtung, körperliche oder geistige Beeinträchtigungen, Stärken und Schwächen er hat.

4. Gut und Bösen
Wir leben in einer Welt die geprägt ist von den Polaritäten wie Gut und Böse oder Licht und Dunkel. Alle Kriege und Konflikte von Anbeginn der Menschheit bis heute sind entstanden aus den Auseinandersetzungen dieser beiden Seiten. Dabei ist es eine universale Gesetzmäßigkeit, dass beide Seiten immer gleich stark sind, weshalb das Gute oder das Lichte niemals gegen das Böse oder Dunkle siegen kann und andersherum.

5. Umgang mit den Polaritäten
Damit identifiziert sich ein Mensch zumeist als „gut“ und ordnet andere entweder genauso ein oder gar als böse, betrachtet diese entweder als Freund oder als Feind. So erscheint die Welt als schwarz oder weiß ohne Grautöne. Ich nenne es das „Entweder-oder-Denken“.

Das neue Denken bezeichne ich als das „sowohl-als-auch-Denken“, in dem erkannt wird, dass jeder Mensch grundsätzlich alle Aspekte in sich trägt, also gute und böse, wie auch lichte und dunkle. Dann wird die Welt nicht mehr in die polarisierenden und spaltenden Schubladen eingeteilt, sondern vermag ganzheitlich in ihren unterschiedlichen Facetten gesehen werden.

6. Alles ist eins
Aus der ganzheitlichen Betrachtung der Polaritäten ergibt sich eine vereinende und alles umfassende Sicht auf die Welt. In ihr ist das Böse oder Dunkle genauso Teil der göttlichen Schöpfung wie das Lichte oder Gute. Wie in dem Symbol des Tao ist im Lichten immer auch etwas Dunkles zu finden und das Dunkle hat auch etwas Lichtes in sich.

Dann gibt es das absolut Böse nicht und das Dunkle ist auch Bestandteil des göttlichen Plans auf Erden. Da alles, was in dieser Welt geschieht, seinen höheren Sinn hat, läuft in unserem Leben aus meiner Sicht auch nichts falsch.

7. Dualität und Einheit
Wir erleben einen Bewusstseinswandel von der Dualität in die Einheit. Dualität bedeutet, dass wir uns in unserem Leben getrennt fühlen von unseren Mitmenschen, den Tieren, der Natur, der Erde und der ganzen Schöpfung. Im Wesentlichen fühlen wir uns getrennt oder abgespalten von unserem inneren Gottesfunken oder unserer wahren göttlichen Natur.

Aus diesem Gefühl des getrennt-Seins entstehen alle Ängste und Emotionen wie Wut, Hass, Neid, sowie Einsamkeit, Hilflosigkeit und Ohnmacht. Im Bewusstsein der Einheit fühlen wir uns dagegen mit allen Aspekten der Schöpfung verbunden, geliebt, angenommen und geborgen, weshalb es hier keine Ängste und auch keine Emotionen gibt.

8. Rechthaberei
Da es für mich die eine richtige Wahrheit nicht gibt, sondern nur individuelle Wahrheiten, hat jeder Mensch für sich selbst betrachtet, immer Recht. Das Bedürfnis alleinig Recht haben zu wollen, kommt vom Ego oder vom Verstand, der hieraus seine ihm fehlende Anerkennung und Aufmerksamkeit zieht.

Aus dieser Sicht gesehen, liegt die Wahrheit bei jedem Streit oder Auseinandersetzung für mich immer in der Mitte zwischen den beiden Parteien. Damit lebt jeder Mensch in seinem eigenen Universum oder auch in seiner eigenen Blase. Es ist auch nicht möglich, einen anderen Menschen von den eigenen Lebensvorstellungen oder Meinungen zu überzeugen, denn jeder erkennt nur, was für ihn wahr ist und was nicht.

9. Innen und Außen
Alles was wir im Außen erleben ist ein Spiegel unseres Inneren. Dies gilt individuell gesehen für unsere Beziehungen oder Partnerschaften, wie auch kollektiv betrachtet für die Politik, weltweite Konzerne oder andere Mächte. Entscheidender als das äußere Geschehen sind deshalb die Ängste und Emotionen, welche durch die Konflikte und Krisen innerlich sichtbar werden.

Das äußere Geschehen hat für mich deshalb nur den Sinn, an diesen Auseinandersetzungen innerlich zu reifen und uns durch sie weiterzuentwickeln. Aus dieser Sicht ist alles im Außen nur Illusion und die einzige Wirklichkeit findet sich im Inneren, in unserem Fühlen, Denken und Wahrnehmen. Jegliche Veränderungen, die wir uns im Leben wünschen, bedürfen deshalb zuerst einer inneren Wandlung, um sich dann im Außen zu realisieren.

10. Krankheiten
Krankheiten sind Ausdruck des Geistes oder der Seele. Über die körperlichen Symptome zeigt sich, wo der Mensch nicht in der göttlichen Ordnung ist oder wo sich anhand von energetischen Blockaden verdrängte Emotionen im Körper befinden.

Dies trifft für mich auf alle Erkrankungen zu, bei Husten oder Schnupfen genauso, wie bei Krebs oder anderen Erkrankungen von Organen, Rückenproblemen, Grippe oder Covid. Aus dieser Sicht gibt es auch keine ansteckenden Viren, denn der Mensch wird nur dann krank, wenn er auf der geistig-seelischen Ebene eine Resonanz zu einem Erreger hat.

11. Beziehungen und Partnerschaft
Wenn wir erkennen, dass jeder Mensch ein einzigartiges göttliches Wesen ist, vermögen wir in unseren Beziehungen und Partnerschaften jeden Mitmenschen mit seinen Stärken und Schwächen, Fehlern und Potentialen, so zu achten und respektieren, wie er ist. Dann begegnen wir uns gleichwertig und auf Augenhöhe. Jegliche Konflikte können dann als eine Chance gesehen werden, aneinander zu wachsen und sich weiterzuentwickeln.

12. Wirtschaft, Gesellschaft und Politik
Aus dem gemeinsamem Respekt und Wertschätzung aller Menschen zueinander, zu der Natur, der Tierwelt und der Erde, eröffnen sich neue wirtschaftliche, gesellschaftliche und politische Möglichkeiten. In dem der Mensch nicht mehr anhand seines Einkommens oder Berufes bewertet wird und alle Bürger einer Gesellschaft bedingungslos füreinander sorgen, benötigt es kein Geld mehr.

Das bedeutet auch kein Eigentum mehr an Grund und Boden, keine Patentrechte, keine Einordnung in arm oder reich, sowohl auf den einzelnen Menschen bezogen, wie auch auf Staaten. Auch haben Grenzen dann keine Bedeutung mehr und jeder Mensch kann von jedem Ort zu jedem anderen Ort der Erde frei reisen. Auf diese Weise erschaffen wir uns das lang ersehnte Paradies oder den Himmel auf Erden.

13. Wissenschaft und Spiritualität
Wissenschaft und Spiritualität sind zwei Aspekte der ganzheitlichen Sichtweise auf die Welt. Sie sind wie zwei Seiten der gleichen Medaille. Wird ein Aspekt alleinig betrachtet, bedeutet dies deshalb eine einseitige Sicht oder ergibt ein zu einseitiges Denken.

Jeder der beiden Aspekte hat seine Schwerpunkte für die sie alleinig angewendet werden sollten. So liegt die Stärke der Wissenschaft in der Beschreibung der materiellen irdischen Welt und wie sie uns durch Technologien das Leben erleichtern können. Die Stärke der Spiritualität sind die geistigen Gesetzmäßigkeiten, nach denen wir unser Bewusstsein erweitern können und die uns einen Sinn in unserem Leben geben.

14. Religionen
Weil der Mensch sich getrennt von Gott oder der göttlichen Essenz sah, erschuf er Religionen, um durch sie wieder zurück in die Einheit zu finden. Ein wesentlicher Bestandteil von ihnen sind Dogmen und Regeln, die jeder auf einem Weg zurück zu Gott einzuhalten hat.

In dem der Mensch sich wieder mit seinem göttlichen Kern verbindet, erfährt er seine ureigene individuelle Verbindung zu Gott oder dem Göttlichen. Dann benötigt er die Religionen mit ihren Stellvertretern oder Vermittlern zu Gott nicht mehr. Diesen Weg beschreibt beispielsweise die Mystik mit dem Ziel der Verschmelzung mit Gott. Der Mensch findet so zu einer freien und individuellen Spiritualität ohne Dogmen und einengenden Regeln.

15. Erwachen
Im spirituellen Bewusstsein erkennt der Mensch, dass er sich nur selbst erlösen kann und das irdische Leid nur durch die eigene Erlösung und Verschmelzung mit Gott überwunden wird. Dann vermag er sich selbst als göttliches Wesen zu erfahren oder erwacht ins göttliche Sein. Das gleiche beschreiben für mich auch die Begriffe des Aufstiegs ins Licht oder der Gottwerdung des Menschen.

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Mehr Informationen über den Autor Stefan Andromis Herbert findet Ihr hier.

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