Blutwerte, die kein Arzt prüft (#26)

Blutwerte, die kein Arzt prüft (#26)

Ein großes Blutbild prüft rund 20 Werte. Ricardo Pendon Victorio arbeitet mit 110 bis 120. Der Unterschied, sagt er, ist nicht akademisch: An den zusätzlichen Werten lässt sich früh erkennen, wohin sich ein Körper entwickelt — Jahre bevor Beschwerden auftreten.

In Folge #26 erklärt er, wie die Auswertung abläuft: Eine KI wertet aus, ein Arzt entscheidet, das Monitoring läuft über zwölf Monate. Es geht außerdem darum, warum sein 79-jähriger Vater beim Hausarzt kein Vitamin D bekam, obwohl der Test zwölf Euro gekostet hätte, was das biologische Alter verrät, und weshalb Biomarker bei Frauen bis heute schlechter erforscht sind als bei Männern.


Kapitel

  • 00:00 – Grüße nach Barcelona
  • 00:27 – Von medizinischem Cannabis zur Prävention
  • 01:53 – Warum „Prävention“ zum Modewort wurde
  • 02:19 – Die Idee: alle Gesundheitsdaten an einem Ort
  • 03:17 – Wie die Auswertung läuft: KI, Arzt, Telemedizin
  • 05:03 – Warum die KI den Arzt nicht ersetzt
  • 05:48 – Was ein Hausarzt bei hundert Patienten nicht leisten kann
  • 06:42 – Die Gesundheits-KI lernt mit jedem Klienten
  • 07:56 – Prävention als Angebot für Unternehmen
  • 08:36 – Zucker, Fertigprodukte und die Folgen des Wohlstands
  • 10:19 – Der Vater, 79, und das abgelehnte Vitamin D3
  • 11:36 – Warum Hausärzte keine Zeit haben
  • 12:39 – Wir pflegen das Auto besser als den eigenen Körper
  • 14:19 – Margarine und Milch: wie Ernährungswissen gemacht wurde
  • 15:31 – 110 bis 120 Biomarker statt eines großen Blutbilds
  • 16:20 – Was das biologische Alter aussagt
  • 16:47 – Was sich an den Werten früh erkennen lässt
  • 17:28 – Was es kostet
  • 19:04 – Kraftsport: fünf bis zehn Minuten am Tag reichen
  • 19:54 – 72 Prozent der Todesfälle ab 65 hängen an Stürzen
  • 21:20 – Sport, Seele und die Unterschiede zwischen Mann und Frau
  • 22:12 – Warum Biomarker bei Frauen unterforscht sind
  • 23:13 – Wie die Blutabnahme abläuft
  • 25:54 – Mentale Gesundheit ist kein Randthema
  • 26:30 – Die Kellnerin, die ihren Job nie hinterfragt hat
  • 27:42 – Schlusswort: erst du, dann die anderen

Unser Gast in dieser Folge

Ricardo Pendon Victorio war ab 2015 im Bereich medizinisches Cannabis unterwegs und hat sich seitdem der Prävention zugewandt. Von Barcelona aus baut er eine Plattform auf, die Blutwerte, Lebensstildaten und ärztliche Einschätzung zusammenführt: Die Auswertung übernimmt eine KI, die Entscheidung bleibt beim Arzt, das Monitoring läuft über zwölf Monate. Sein Ansatz richtet sich an Menschen, die nicht warten wollen, bis Beschwerden auftreten — und an Unternehmen, die etwas für ihre Belegschaft tun wollen.

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Die Folge gibt es auch als Podcast:

Alle Kanäle auf einen Blick: spirit-moments.com/linktree

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